Grundlagen der modernen BGM

Wissenwertes zum betrieblichem Gesundheitsmanagement

Vorteile

Natürlich ist der erste Gedanke den Mitarbeitern und sich selbst etwas Gutes zu tun.
Die Gesundheit ist für ein erfolgreiches Unternehmen das A und O.
Sie fördern das Wohlergehen und die Gesundheit aller Beteiligten und reduzieren im besten Fall den Krankenstand.
Ein zusätzlicher enormer Vorteil ist die Mitarbeitererhaltung. Die Kosten für eine aktive Pause am Arbeitsplatz sind deutlich geringer, als die Suche nach einem neuen Mitarbeiter. Zusätzlich ist die Investition in und für den Mitarbeiter eine Art der Wertschätzung und der Ernstnahme. Zufriedene Mitarbeiter sind langjährige Mitarbeiter.
Es gibt noch zahlreiche weitere Vorteile die ein Unternehmen stärken, doch ist eines der wichtigsten Argumente: den Nutzen der steuerlichen Vorteile.
Die steuerliche Belastung ist in den meisten Unternehmen enorm.
Eine kleine Erleichterung schafft möglicherweise die Investition in die Gesundheit der Betriebsinternen. Hierzu ist Ihr Steuerberater der richtige Ansprechpartner.

Steuerliche Grundlagen

Leistungen des Arbeitgebers zur Förderung der Gesundheit der Arbeitnehmer sind bei diesen bis zu einer Obergrenze von 500 Euro im Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn sie zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden und einer bestimmten Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit genügen.

Diese sachlichen Voraussetzungen sind erfüllt, wenn die Gesundheitsleistungen dem Anforderungsprofil des GKV-Leitfadens Prävention nach §§ 20 und 20b SGB V genügen, entsprechend der ab dem 1. Januar 2019 gültigen Fassung des § 3 Nr. 34 des Einkommensteuergesetzes (EStG).

Im Klartext
Alle Maßnahmen die Sie anbieten möchten, müssen mit qualifizierten Dienstleistern, die nach dem Präventionsgesetz zertifiziert sind, durchgeführt werden.
Qualifizierte Anbieter und Ansprechpartner sind zum einem die Krankenkassen, die Unfallversicherung, die Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaften und der Betriebsart/ die Betriebsärztin. Zum anderen sind dies Dienstleister wie Psychologen, Ökotrophologen, Gymnastiklehrer, Physiotherapeuten.
Auch Vereine können Ansprechpartner sein, jedoch nur mit Berufsausgebildeten wie oben erwähnt oder mit Übungsleitern in der Prävention Bereich Bewegung.

Um Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt zu vermeiden, sollten sich Unternehmen von den Gesundheitsdienstleistern im Vorhinein bestätigen lassen, dass deren Maßnahmen mit dem GKV-Leitfaden Prävention vereinbar sind.

Der Weg zur Umsetzung

Ein klein- oder mittelständiges Unternehmen sollte sich genauso wie ein Konzern Zeit nehmen, um alle notwendigen Daten zu erfassen. Schwarz auf Weiß ist die betriebliche Gesundheitsförderung nachhaltig, professionell und erfolgbringend.

Meine Empfehlung ist sich als Arbeitgeber Gedanken zu machen, ob eine einzelne Maßnahme probiert werden soll oder ob das Unternehmen zukünftig als gesundes Unternehmen auftreten möchte. Gespräche mit einer gesetzlichen Krankenkasse, der Unfallversicherung, Rentenversicherung oder einem lokalen qualifizierten Anbieter bringen Klarheit. Wer kontaktiert wird, entscheiden Sie oder der Arbeitgeber nach Belieben. Gemeinsam werden Möglichkeiten besprochen.

Hilfestellung und ausgewiesene Ansprechpartner für Kleinst- und Kleinunternehmen im Leitfaden der Prävention: „Die regionalen BGF­ Koordinierungsstellen nach § 20b Abs. 3 SGB V stellen einen weiteren Zu­gangsweg für die mittelbare Betreuung von Klein­ und Kleinstbetrieben durch die Krankenkassen dar und können das Interesse an und die Verbrei­tung von BGF unterstützen (www.bgf­Koordinie­rungsstelle.de).“

Nach der Vorbereitung geht es zur Struktur über.

Der Arbeitgeber wird sich über die Zielsetzung bewusst und überlegt ob eine Vernetzung zur breiteren und einfacheren Umsetzung von Maßnahmen hilfreich sein könnte. Lokale Unternehmen, Netzwerke, Berufskollegen oder weitere angrenzende Unternehmen können hierzu involviert werden.

Die Analyse folgt.

In der Analyse werden Daten erhoben zur Arbeitssituation, Erkenntnisse zur Gefährdungsbeurteilung gesammelt und die Mitarbeiter befragt zum Arbeitsplatz, zur Arbeitssituation und zu Wünschen und Wichtigkeiten.

Nun können Maßnahmen geplant und umgesetzt werden.

Hierzu planen Sie im Team mit verschiedenen Operatoren die erfolgversprechensten Maßnahmen und setzen Sie geplant um.

Die Bewertung:

Anschließend wird in der Bewertung geprüft, ob die Maßnahmen den gewünschten Erfolg erzielt haben, für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer. Hierzu werden zusätzlich alle Daten aus der Analyse hinzugezogen.

Mit diesem Prozess entwickelt ein Unternehmen einen kurzen aber maßgeblichen Handlungsplan zur Integrierung der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Mut zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Die Situation ist Anfangs die Gleiche, wie bei allen anderen Themen, mit denen sich ein Unternehmen nicht tagtäglich beschäftigt.

Mit Bedacht, Wille und Struktur wird jedes Unternehmen schnell den individuellen Weg finden.

Der Mehrwert ist spürbar.

Ich stehe Ihnen in allen Prozessen als Ansprechpartner zur Verfügung

„Die Güte des Werkes ist nicht abhängig vom Werkzeug, sondern von demjenigen, der das Werkzeug bedient.“